Sängerporträt Paul Wahlicht

Der Frühaufsteher

Wer früh aus den Federn kommt, hat mehr vom Leben, denn er hat auch mehr Zeit zum Singen... . Und so tue ich das zwecks Unterstützung des Tenors denn auch gleich in zwei Chören; seit zwei Jahren regelmäßig Donnerstags im Kirchenchor von St. Helena in Rheindahlen und immerhin schon seit fast zwanzig Jahren Freitags im “Ensemble Vocale“ in Dülken, meiner Wahlheimat.

Alle Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen, ist da natürlich nichtimmer ganz einfach, denn schließlich gibt es ja auch noch all die anderen Hobbys... meine Ehefrau Brigitte, unsere drei Kinder, bald zwei Enkelkinder (das zweite wird im Juni das Licht der Welt erblicken), die zahlreiche Verwandtschaft, der Freundes- und Bekanntenkreis, und natürlich die Arbeitsstelle in meiner Geburtsstadt Düsseldorf.

Hierhabe ich auch meine ersten Chorerfahrungen gesammelt; Ende der 60er Jahre im “Düsseldorfer Knabenchor“ und durfte sogar im großen Düsseldorfer Opernhaus mit auf der Bühne stehen, wenn mal wieder ein Stück mit Kinderrollen zur Aufführung kam (wie z.B. die Lebkuchenkinder in Hänsel und Gretel). Nun verbringe ich in Düsseldorf eine nicht unerhebliche Zeit des Tages in der Personalabteilung einer Berufsgenossenschaft; vielen ist gar nicht bekannt, dass es sich dabei um einen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung handelt.

Dann wären da noch die vielensonstigen Aktivitäten im häuslichen wie auch kirchlichen Bereich sowie meine Neigung, des Morgens für den Weg ins Büro statt den Zugauch schon mal das Fahrrad mehr oder weniger ausgiebig zu benutzen. Das entspannt und hält fit, schließlich gehöre ich mit meinen nun bald 57 Jahren ja auch nicht mehr zu den Allerjüngsten – zumindest außerhalb des Kirchenchores.

Bei so viel “Programm“ geht ein Tag jedenfalls oft nur allzu schnell vorbei und dann hilft halt nur eines: früh aufzustehen und als Ausgleich dafür etwas später ins Bett zu gehen! Konkret heißt das: die Nachtruhe endet für mich in der Woche regelmäßig schon kurz vor 4 Uhr und beginnt dafür meist erst irgendwann nach 23 Uhr. Dass mir da gelegentlich auch außerhalb der Schlafenszeit schon mal kurz die Augen zufallen – passierte mir zum Vergnügen etlicher Sangesbrüder und -schwestern sogar schon mal während der Chorprobe – vermag daran nichts wirklich zu ändern.

Denn die Vorteile überwiegen für mich ganz klar: Zum Beispiel die morgendliche Stille, sei es nun zu Hause, auf dem Weg zur Arbeit oder auch im Büro, wo die meisten Kolleginnen und Kollegen sich erst deutlich später blicken lassen; all das hat für mich schon seinen ganz besonderen Reiz.

Und ich genieße diese Ruhe nicht nur, sie setzt auch viel von den Energien und Kräften frei, die mich meist zuverlässig und in positiver Grundstimmung durch den Alltag bringen. Das wiederum findet seinen Niederschlag wohl auch in meinem Spaß an der Musik im Allgemeinen und am Singen im Besonderen. Womit sich der Kreis dann schließt; Singen ist für mich nicht mehr und nicht weniger als ein Stück Entspannung im Alltag. Und so werden auch, wenn nicht gerade einmal wichtige andere Dinge Vorrang haben, keine Chorprobe und kein Auftritt ausgelassen. Dass ich seit Anfang des Jahres dem Leitungsteam des Kirchenchores St. Helena angehöre, ohne selbst Angehöriger der Pfarre zu sein, ist somit letztendlich nicht nur eine neue Herausforderung sondern einfach auch der Versuch, ein wenig von der Freude am Singen an die Chorgemeinschaft zurückzugeben. Es wäre schön, wenn das gelingt.

In diesem Sinne: Singt mal wieder; das meint                          

Paul Wahlicht

Die nächste Veranstaltung in  St. Helena:

Sonntag,

12. November 2017

17.00 Uhr

Großes Chor- und Orchesterkonzert zum Reformationsjubiläum

      

Weitere Informationen zu diesem Konzert finden Sie unter der Rubrik "Konzert aktuell" oder Sie klicken auf das Bild.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Reinhold Richter

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.